Fotorecht u. Bildrecht
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Ein Paar heiratete sich zum zweiten Mal. Diese Hochzeit fotografierte ein Berufsfotograf und veröffentlichte die Bilder dann in zwei Zeitungen.
Hierfür wurde sowohl das Einverständnis seitens der Eheleute erklärt als auch eine Zahlungsvereinbarung pro Veröffentlichung getroffen. Da die Eheleute berufliche Probleme deshalb bekamen, wiesen sie den Fotografen an keine Fotos von Ihnen zu veröffentlichen. Dem kam der Fotograf nicht nach und wenig später fanden sich die Bilder der Hochzeit in einer weiteren Zeitung wieder. Deshalb versuchten die Eheleute von dem Fotografen ein Schmerzensgeld in Höhe von 3.000€ zu verlangen und die Kosten für die entsprechende vorangegangene Unterlassungserklärung. Sie klagten vor dem Amtsgericht Augsburg. Dieses sah es jedoch als erwiesen an, dass zum Zeitpunkt des Entstehens der Fotos folgende Vereinbarung getroffen wurde. Der Fotograf fotografierte unentgeltlich, bekam daher für seine Arbeit aber die Zustimmung der Eheleute zur Mehrfachverwertung. Diese Zustimmung können diese dem Fotografen rückwirkend aufgrund ihrer vertraglichen Bindung nicht mehr entziehen. (AG Augsburg, Urteil vom 21.05.2010 – Az. 25 C 1121/09) |