Wird ein T-Shirt mit einem der bekannten Bilder im Stil von Tätowierungen zum Verkauf angeboten und handelt es sich hierbei um ein Plagiat, so können Abmahnkosten geltend gemacht werden.

Dies hat jedoch zur Voraussetzung, dass die Plagiateigenschaft eindeutig bewiesen ist. Die Darlegungs- und Beweislast trifft dabei den urheberrechtlich Berechtigten. Einem eBay-Verkäufer ist es normalerweise auch zuzumuten, falls er ein solches T-Shirt anbietet, sich über dessen Herkunft zu informieren. Unerheblich ist dabei, ob gewerblich oder privat gehandelt wird, da Urheberrechtsverletzungen keine unternehmerische Tätigkeit voraussetzen. Der Ort der Tat ist an allen Orten, an denen das streitgegenständliche T-Shirt bestimmungsgemäß verbreitet wird. Bei Verletzungen im Internet folglich überall dort, wo die fragliche Seite abrufbar ist. Die Kosten für urheberrechtliche Abmahnungen können somit beansprucht werden, wenn Mode-Plagiate im Internet versteigert werden. (AG Frankfurt am Main, Urteil vom 11.04.2008 – Az. 31 C 2456/07)