Anwaltskosten im Arbeitsrecht – Informationen für Arbeitnehmer

Rechtsschutz oder kein Rechtsschutz? – Im Arbeitsrecht oft eine entscheidende Frage!

Ohne Rechtsschutzversicherung stellt sich die Frage, ob die Beauftragung eines Rechtsanwalts wirtschaftlich sinnvoll ist. In vielen Fällen ist das sicher zu bejahen. Es gibt allerdings auch nicht wenige Fälle, in denen es fraglich ist.

Wir haben uns Modelle überlegt, die es auch Arbeitnehmern ohne Rechtsschutzversicherung ermöglichen, die Hilfe eines Fachanwalts für Arbeitsrecht in Anspruch zu nehmen.

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Unsere Anwälte sind über die Arbeitsrecht-Hotline 0800 – 80 60 333 auch direkt für eine kostenlose Erstberatung erreichbar. 

Wenn Sie als Arbeitnehmer von einer Kündigung betroffen sind, müssen Sie grundsätzlich die Anwaltskosten selbst bezahlen. Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, sind Sie diese Sorge los, denn meist ist Arbeitsrecht beim Privatrechtsschutz mit versichert.

Kostenmodelle für Arbeitnehmer

Sie können unterschiedliche Modelle für die Anwaltskosten wählen. Folgende Angebote können wir machen:

1. Vergütung nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz

Die Bezahlung nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) ist der Normalfall. Wenn nichts anderes vereinbart wird, wird nach diesen Regeln abgerechnet. Wie hoch die Anwaltskosten z.B. für eine Kündigungsschutzklage sind, können Sie hier berechnen: Kostenrechner Kündigungsschutzklage

Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, wird nach diesen Regeln abgerechnet. In vielen Fällen ist eine Abrechnung der Anwaltskosten nach den Regeln des RVG die zweckmäßigste Variante.

2. Vereinbarung eines Erfolgshonorars

Gerade im Arbeitsrecht kann es sinnvoll sein, über eine erfolgsabhängige Anwaltsvergütung nachzudenken. Wir haben hierfür eine gesonderte Website erstellt – Abfindung4U.de. Dort finden Sie konkrete Informationen zur erfolgsbezogenen Vergütung im Arbeitsrecht und können ein individuelles Angebot direkt online anfordern: Abfindung auf Erfolgsbasis

3. Vereinbarung einer Pauschale

Wenn es lediglich um eine konkrete Einzelleistung geht, kann auch ein Pauschalhonorar vereinbart werden. Ist etwa nur ein Zeugnis zu prüfen oder ein einzelnes Forderungsschreiben zu erstellen, dann wird eine Pauschale die beste Möglichkeit sein, eine angemessene Vergütungsregelung zu finden.

Staatliche Hilfe für Anwaltskosten im Arbeitsrecht

Es gibt auch die Möglichkeit, staatliche Hilfe für Anwaltskosten in Anspruch zu nehmen. Für gerichtliche Auseinandersetzungen gibt es die Prozesskostenhilfe (PKH). Für die außergerichtliche Beratung gibt es die Beratungshilfe.

 

Prozesskostenhilfe im Arbeitsrecht

Die Prozesskostenhilfe muss für ein arbeitsgerichtliches Verfahren, z.B. eine Kündigungsschutzklage beantragt werden. Den Antrag kann der Anwalt zusammen mit der Klage stellen. Sie müssen dann lediglich bei der Beauftragung des Anwalts darauf hinweisen, dass Sie Prozesskostenhilfe beantragen möchten. In der Regel werden Sie von unseren Anwälten aber ggf. auf diese Möglichkeit hingewiesen.

Dem Antrag, den Ihr Anwalt stellen kann, müssen allerdings verschiedene Unterlagen beigefügt werden.

Online-Formular zum PKH-Antrag

Damit wir für Sie den Antrag ohne Verzögerung stellen können, benötigen wir von Ihnen ein ausgefülltes und unterschriebenes Formular, in dem Sie Angaben zu ihren wirtschaftlichen Verhältnissen machen. Das Ausfüllen des Formulars erleichtert Ihnen dieser Dialog, der Sie Schritt für Schritt durch die Fragen führt und ihnen erklärt, welche Unterlagen noch mit vorzulegen sind:

Dialoggestütztes Formular „Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse“

 

Beratungshilfe im Arbeitsrecht

Wenn Sie nur eine Beratung benötigen, können Sie Beratungshilfe beantragen, um die Anwaltskosten vom Staat übernehmen zu lassen. Diesen Antrag können wir nicht für Sie stellen. Hier müssen Sie vor einem Beratungstermin bei uns beim zuständigen Amtsgericht zur Rechtsantragsstelle gehen, und dort das entsprechende Formular ausfüllen.

Sie können Sich das Formular auch hier online ansehen oder es als PDF downloaden: Beratungshilfeantrag

Auch ohne Beratungshilfe können Sie unsere kostenlose Erstberatung in Anspruch nehmen und unsere Arbeitsrechts-Hotline anrufen: 0800 80 60 333