Fotorecht u. Bildrecht






Gepixeltes Foto darf ohne Einwilligung veröffentlicht werden

Ein Foto in gepixelter Form darf auch ohne Einwilligung des mutmaßlichen Täters veröffentlicht werden, wenn in der Presse darüber berichtet wird und der Prozess im Blickpunkt der Öffentlichkeit steht. Gerade durch die Verpixelung werden die Interessen des Täters berücksichtigt und das Interesse der Presse hinreichend miteinbezogen. […]

Keine zusätzliche Lizenzgebühr für Fotos in E-Paper-Ausgabe einer Zeitung

Ohne Zahlung weiterer Gebühren darf ein Verlag die für die normale Zeitung lizensierten Fotos auch für die elektronische Ausgabe, das sogenannte E-Paper gebrauchen. Der Kläger war ein freier Fotograf der für die Nutzung seiner Fotografien in […]

Bildberichterstattung über ein Strafverfahren

Im vorliegenden Fall hatte das Bundesverfassungsgericht über eine sitzungspolizeiliche Anordnung zu entscheiden, die es einerseits untersagte vor, nach und während den Pausen eines Strafverfahrens Fotos vom Angeklagten und dessen Anwalt anzufertigen. Daneben wurde angeordnet etwaige Fotos zu anonymisieren. Diese unterschiedlichen Anordnungen sind dabei nicht isoliert zu betrachten, sondern bilden eine Einheit. Im Ergebnis wird die Bildberichterstattung [...]

Pressefoto von Promihochzeit

Das streitgegenständliche Foto zeigt die Braut eines berühmten Fernsehmoderators beim Warten auf die Trauzeremonie. Die Hochzeit wurde an einem vom außen schwer einzusehenden Gelände abgehalten, das daneben weiträumig abgesperrt wurde. Schon im Vorfeld wurde der ausdrückliche Wunsch geäußert die Trauung ohne Medienberichterstattung und nur im privaten Rahmen abhalten zu wollen. Gegen einen einige Zeit vor der [...]

Haftung der Verbreiter von Presseerzeugnissen

In einem Buch über einen Künstler und Sänger wurde das streitgegenständliche Foto veröffentlicht. Fraglich war in vorliegendem Fall, ob neben einem Unterlassungsanspruch gegen den ursprünglichen Verlag dieses Buches auch Unterlassung gegen die Verbreiter geltend gemacht werden könnte. Dabei müsste auch dieser den Begriff des „Verletzers“ erfüllen. Um einen umfassenden unterlassungsrechtlichen Schutz gewährleisten zu können, bedarf es [...]

Der Film „Der Baader Meinhof Komplex“

Die Witwe des ermordeten Jürgen Ponto machte gegen den Film „Der Baader Meinhof Komplex“ Unterlassungsansprüchen aus eigenem sowie aus postmortalen Persönlichkeitsrecht ihres Mannes geltend. Dabei sei nach ihrer Ansicht nicht zu dulden, dass dessen Ermordung zum Zwecke der Unterhaltung dargestellt wird. Dies zeige Jürgen Ponto in einer würdelosen Situation. Daneben würde dessen Lebensbild verzerrt werden, da [...]

Fotomontage mit Hitler-Zitat

Bei einer Fotomontage verbunden mit einem Zitat, muss das fragliche Plakat in seiner Gesamtheit als Meinungsäußerung verstanden werden. Das Zitat wird dabei den Abgebildeten sprichwörtlich in den Mund gelegt. Verbunden mit einem Hitlerzitat kann die Aussage nur dahingehend verstanden werden, dass die Abgebildeten Ziele des Dritten Reichs verfolgen würden. Unerheblich ist bei der Beurteilung, ob dieser [...]

Begriff der „Relativen Person der Zeitgeschichte“

Bildveröffentlichungen durch die Presse unterstehen grundsätzlich der Einwilligung der abgebildeten Person. Die Ausnahmen orientieren sich maßgeblich am Begriff der „relativen Person der Zeitgeschichte“. Darunter fallen nicht nur Personen im historisch politischen Kontext. Dies ist ausgehend vom Informationsinteresse der Öffentlichkeit zu bestimmen und mittels einzelfallbezogener Abwägung auszufüllen. Die Pressefreiheit einerseits und das Persönlichkeitsrecht der fotografierten Person andererseits [...]