Es ist nicht gestattet Fotografien von Gebäuden zu machen, die im Privateigentum stehen, wenn hierfür das Grundstück des Eigentümers betreten werden muss.

Der Eigentümer kann grundsätzlich den Zutritt verbieten oder nur unter Bedingung gewähren, dass dort nicht fotografiert wird. Die Einwirkung in die Sachsubstanz ist hier nicht erforderlich. Eine Eigentumsbeeinträchtigung liegt bereits vor, wenn ein Eingriff in das Recht des Eigentümers besteht, nach Belieben mit seinem Eigentum zu verfahren. Ob die Bilder gewerblich genutzt oder nur zu privaten Zwecken gemacht werden ist unerheblich. Auch bei einer allgemeinen Fotografiererlaubnis ist grundsätzlich davon auszugehen, dass diese sich nur auf Fotos für private Zwecke bezieht. Das damit auch die Zustimmung zur kommerziellen Nutzung verbunden ist kann nicht vermutet werden. Es muss also nicht ausdrücklich hierauf hingewiesen werden. Bilder von Gebäuden, die von einer allgemein zugänglichen Stelle aus gemacht werden, können grundsätzlich frei – auch kommerziell – genutzt werden, ohne das es auf die Zustimmung des Eigentümers ankommt. Das Urhebergesetz schützt nicht das zivilrechtliche Recht am Eigentum. Die sog. Panoramafreiheit greift nicht bei Bauwerken, die nur durch Betreten von Privatgrundstücken sichtbar werden. (LG Potsdam, Urteil vom 21.11.2008 – Az. 1 O 175/08)