Freischaffenden Journalisten sollten für ihre Beiträge unabhängig von deren Nutzen für den Verlag eine pauschale Vergütung bezahlt werden. Dies war in den AGB des Vertrags geregelt.

Höhere Honorare sollten im jeweiligen Einzelfall von individuellen Vereinbarungen abhängig gemacht werden. Eine solche Vereinbarung ist unzulässig. Grundsätzlich können Journalisten Pauschalbeträge bezahlt werden, allerdings gebiete es die Angemessenheit, dass Journalisten immer auch am Gewinn beteiligt werden. Diese Beteiligung am Gesamtgewinn von individuellen Absprachen abhängig zu machen genügt dabei gerade nicht. Eine derartige Regelung schließt nämlich gerade nicht aus, dass am Ende keine weitere Vergütung für die eingeräumten weitergehenden Rechte ausgezahlt wird. Grundsätzlich sind daher pauschale Honorarvereinbarungen zwar möglich und zulässig, müssen aber zwingend eine Klausel beeinhalten, die eine Beteiligung am Gewinn sicherstellen. Ansonsten verstoßen die Vereinbarungen gegen den Grundsatz der Angemessenheit. (KG Berlin, Urteil vom 26.03.2010 – Az.: 5 U 66/09)