Keine „Hochzeit“ von Springer und der Pro7/Sat1 Group

Nun wurde es auch vom BGH bestätigt. Ein Zusammenschluss des Axel Springer Verlags mit der Pro Sieben/SAT1 Gruppe ist nicht zulässig.

Die Ablehnung durch das Bundeskartellamt war damit rechtsmäßig. Auf dem Fernsehwerbemarkt herrschte nämlich zum Zeitpunkt des Zusammenschlussvorhabens ein marktbeherrschendes Oligopol. Die bedeutet, dass auf der einen Seite die Sender Pro Sieben, SAT 1, Kabel 1 und N24 und andererseits, die zur Bertelsmann AG gehörenden Sender RTL, VOX und n-tv im Bereich der Bereitstellung von Werbezeiten in Fernsehprogrammen dominierten und einen gemeinsamen Marktanteil von 80% hielten. Diese marktbeherrschende Stellung des Oligopols würde sich durch den Zusammenschluss von Axel Springer und Pro Sieben/ SAT 1 zu sehr verstärken. Zu diesem Ergebnis gelangt das Gericht durch eine Prognose des Marktes, so dass allein diese die Ablehnung des Zusammenschlusses rechtsmäßig werden lässt. (BGH, Beschluss vom 08.06.2010 – Az. KVR 4/09)

2013-10-04T13:26:58+00:00 Kategorien: Aktuelle Rechtsinformationen, Kartellrecht|