In einem Online Presseartikel wurde über mehrfache private Besuche und öffentliche Aufenthalte eines FC Bayern Fußballspielers zusammen mit einer Frau berichtet.

Dabei wurden Spekulationen über eine Liebesaffäre zwischen den Beiden aufgestellt. Dagegen klagte der Fußballspieler. Das Gericht gab ihm Recht. Die streitgegenständliche Berichterstattung verletzt sein Allgemeines Persönlichkeitsrecht, das öffentliche Interesse tritt dabei in den Hintergrund. Der Betroffene ist nicht als eine hervorgehobene Person der Zeitgeschichte anzusehen. Er muss daher nicht hinnehmen, dass Restaurantbesuche und private Treffen Gegenstand pressemäßiger Erörterung sind. Dabei ist insbesondere irrelevant, ob die aufgestellten Vermutungen über eine Affäre tatsächlich der Wahrheit entsprechen oder nicht. An der mutmaßlichen Liebesaffäre ist nämlich das öffentliche Interesse noch geringer einzustufen, so dass der Persönlichkeitsschutz erst Recht vorrangig ist. (LG Hamburg, Urteil vom 07.10.2009 – Az. 325 O 191/09)