Das Geschäftsmodell des Domain-Parkings ermöglicht Kunden von ihnen nicht genutzte Domains auf einer Plattform zu „parken“ und diese dort zum Verkauf anzubieten.

Gleichzeitig werden auf den ungenutzten Domains Werbeanzeigen platziert um so Gewinn zu erzielen. Für diese sog. „sponsored links“ werden Keywords gesetzt, so dass die dazu passenden Werbe-Links auf der Webseite der Domain automatisch eingeblendet werden. Das LG Düsseldorf hatte zu entscheiden, ob der Betreiber des Domain-Parkings für eine Markenverletzung durch eine geparkte Domain in Haftung genommen werden kann. Dabei wurde zu Gunsten des Betreibers festgestellt, dass dieser selbst gerade nicht Inhaber der fraglichen Domain ist und er die Marke daher nicht gewerblich im Sinne von § 14 Abs.2 Nr.2 MarkG nutzt. Er stellt lediglich die Plattform zur Verfügung. Verneint wurde wegen des Automatismus der Verlinkung auch eine Überprüfungspflicht des Betreibers. Dies wäre hinsichtlich des Aufwandes, jede geparkte Domain auf etwaige Markenverletzungen hin zu durchsuchen, unzumutbar. Ein Unterlassungsanspruch kann erst nach positiver Kenntnis des Plattformbetreibers bezüglich einer Markenverletzung entstehen. Jedoch ist auch ab diesem Zeitpunkt eine Überprüfung sämtlicher anderer Domains auf die konkrete Marke abzulehnen. (LG Düsseldorf, Urteil vom 26.11.2008 – Az. 2a O 77/08)