Eine einstweilige Verfügung zum Zwecke der Regelung eines einstweiligen Zustandes in Bezug auf ein streitiges Rechtsverhältnis setzt einen Verfügungsgrund voraus.

Ein solcher ist im Abwenden wesentlicher Nachteile oder im Verhindern drohender Gewalt oder Ähnlichem zu sehen. Allerdings muss fragliche einstweilige Verfügung zur Abwendung einer Gefährdung und zur vorläufigen Sicherung von Gläubigerinteressen dringend geboten und notwendig sein. Hierbei ist die objektive Dringlichkeit maßgeblich, die sich nach dem Interesse bemisst, wie es sich auf Grundlage der tatsächlichen Lage darstellt. Dieses vorläufige Interesse darf nicht außer Verhältnis zum Nachteil des Schuldners stehen. Dass ein solche Dringlichkeit vorliegt, muss vom Kläger hinreichend dargelegt und glaubhaft gemacht werden. Insbesondere kann sich die Dringlichkeit nicht aus dem Gewicht der behaupteten Rechtsverletzung ergeben. (LG Leipzig, Urteil vom 29.05.2009 – Az. 5 O 1595/09)