Trotzdem, dass die Inhalte auf YouTube von Nutzern hochgeladen werden und dass diese Nutzer eine formularmäßige Versicherung abgeben, alle erforderlichen Rechte an dem hochgeladenen Video innezuhaben, haftet YouTube

für die durch das Hochladen von Musikvideos entstandenen Urheberrechtsverletzungen. Eine solche Haftung ist insbesondere dann zu bejahen, wenn Rechte zur Nutzung der Musikvideos nicht erteilt wurden oder es sich um nicht autorisierte Livemitschnitte handelt. Selbst wenn die Videos mit anderen, fremden Inhalten, wie Bildern, Filmen, Texten, unterlegt werden liegt darin ein nichtberechtigte Nutzung vor. Eine solche bedarf einer eigenständigen Rechtseinräumung. Und YouTube haftet für diese urheberrechtsverletzenden Inhalte. Das Gericht ging dabei davon aus, dass YouTube sich die auf die Plattform hochgeladenen Videos zu Eigen macht, woraus dann erhöte Prüfungspflichten resultieren, denen YouTube offensichtlich nicht nachgekommen ist. Daran ändert auch die obengenannte formularmäßige Versicherung nichts, da insbesondere auch die Möglichkeit besteht, dass die Plattfrom anonym genutzt werden kann. YouTube schuldet deshalb die Unterlassung der Nutzung dieser Musikvideos und haftet daneben auch auf Schadensersatz. (LG Hamburg, Urteil vom 03.09.2010 – Az.: 308 O 27/09)