Im Jahre 1950 wurde Karl Ganzer bei der GEMA als alleiniger Urheber des „Kufstein-Lieds“ eintragen.

Nach dessen Tod wurde jedoch die GEMA-Eintragung zugunsten eines anderen Komponisten geändert, der Urheberrechte insbesondere an den im Lied vorkommenden Jodeleinlagen beanspruchte. Die Erben des Karl Ganzer verlangten daher die Verpflichtung des Komponisten einer abermaligen Änderung bei der GEMA zuzustimmen, da allein Ganzer der Urheber des Liedes sei. Fragwürdig ist nach Ansicht des Gerichts vor allem auch das Vorbringen nur durch die Jodeleinlagen hätte das Lied derartige Berühmtheit erlangen können. Zudem spricht auch die jahrelange Eintragung Karl Ganzers bei der GEMA gegen eine Urheberschaft des Komponisten, wo er doch schon vor Jahren dies so anerkannt hat, so dass sein Verhalten widersprüchlich sei. Daher hat grundsätzlich auch die frühere Urheberbezeichnung Ganzers Vorrang. (LG München, Urteil vom 23.07.2009 – Az. 7 O 22065/08)