Der Bayrische Verwaltungsgerichtshof sollte der Axel Springer AG die Unbedenklichkeit der Übernahme von Pro7Sat1 bescheinigen.

Durch die geplante mittelbare Beteiligungsvereinbarung sollten sämtliche Anteile an Pro7Sat1 mit öffentlichem Übernahmegebot an Axel Springer übergehen. Problematisch ist dies insbesondere weil die Axel Springer AG nach der Übernahme über die vorherrschende Meinungsmacht verfügen würde. Gerade aus diesen Gründen hat auch das Bundeskartellamt die Unbedenklichkeit in Bezug auf den Zusammenschluss untersagt. Der Verwaltungsgerichtshof sah in der Ablehnung der Unbedenklichkeitsbescheinigung keine Verletzung des Rehabilitationsinteresses, da keine rufschädigende oder diskriminierende Wirkung festgestellt werden kann. Es handle sich lediglich um Feststellungen dahingehend, dass die Axel Springer AG nach der Übernahme vorherrschende Meinungsmacht habe. Darin ist weder ein persönlicher Vorwurf nach eine ruf- oder geschäftsschädigende Feststellung zu sehen, oder eine Ehrverletzung in sonstiger Weise.(BayVGH, Beschluss vom 07.07.2009 – Az. 6 W 29/09)