Im vorliegenden Sachverhalt hatte das Landgericht Düsseldorf über die Zulässigkeit von Fotografien zu entscheiden, die während einer Fernsehaktion eines Künstlers aufgenommen wurden.

Diese wurden wiederum im Rahmen einer Ausstellung gezeigt. Die Fotos geben dabei Szenen der Aktionskunst wieder. Wird dahingehend die Schutzfähigkeit überprüft, sind die Anforderungen daran nicht allzu hoch anzulegen. Bei einem sogenannten „Happening“ ist es insbesondere nicht notwendig, dass die Abläufe zuvor geplant und organisiert werden. Würde man dies anders beurteilen, wäre jeder spontanen Aktion der Urheberrechtsschutz entzogen. Normalerweise ist aus jeder künstlerischen Aussage auf den Schöpferwille zu schließen, so dass ein dazugehöriges Werk auch Urheberrechtsschutz genießt. Grundsätzlich muss ein Werk nämlich nur wahrnehmbar sein um als eigentümlich Schöpfung anerkannt zu werden. Ein dauerhaftes Festhalten des Werkes auf Wiedergabeträgern ist indes nicht notwendig. (LG Düsseldorf, Urteil vom 15.06.2009 – Az. 12 O 191/09)