Hilfe bei Vertragskündigung durch Bausparkasse

Deutschland ist das Land der Bausparer: ca. 30 Millionen Bausparverträge existieren derzeit.

Die Bausparkassen haben jedoch ein großes Problem: Alte Bausparverträge bieten den Bausparern eine sehr hohe Verzinsung. Solche Verträge mit Bonuszinsen von 2% bis 3% p.a. werden deshalb von den Bausparkassen gekündigt.

Für die Sparer ist das ärgerlich, denn solche Zinsen sind heute mit Geldanlagen, die über ähnliche Sicherheiten verfügen, nicht mehr erzielbar.

Kündigungen der Bausparverträge unwirksam

Die Kündigung der Bausparverträge durch die Bausparkassen ist aber nicht nur ärgerlich, sondern oft auch rechtswidrig!

Wir sind auf die Vertretung von Verbrauchern gegen Bausparkassen und Lebensversicherungen spezialisiert und helfen Ihnen bei der Durchsetzung ihrer Rechte. Wählen Sie aus, welche Situation für Sie zutrifft und folgen Sie dem Link.

Hier zeigen wir Ihnen, was Sie für Möglichkeiten haben, um sich gegen die Kündigung zu wehren. Sie finden die wichtigsten Informationen in Kürze und ein Musterschreiben zum Download.

Wenn Sie zunächst Hintergrundinformationen benötigen und sich über die rechtliche Situation vertieft informieren wollen, finden Sie hier weiterführende Links und eine ausführliche Darstellung der Rechtslage.

Welche Bausparverträge haben Bonuszinsen?

Ab Ende der 80er-Jahre wurden Bausparverträge abgeschlossen, die nicht nur die bis dahin übliche geringe Verzinsung boten. Die Bausparkassen versprachen eine zusätzliche Bonusverzinsung von 2 bis 3 Prozent pro Jahr für jedes Jahr, in dem das Darlehen nicht in Anspruch genommen wurde.

Auch Banken legten damals Sparpläne auf, bei denen die Zinsen regelmäßig stiegen.

Mit der Zeit konnten die Kunden hier deutlich bessere Renditen erzielen, als mit anderen Sparformen.

Für Bausparkassen und Banken sind diese Verträge zur finanziellen Belastung geworden. Deshalb werden die Verträge gekündigt, obwohl dies rechtlich oft nicht zulässig ist. Hier gilt das Motto „Versuchen kann man´s ja mal“

Wer sich nicht wehrt, verliert eine lukrative Geldanlage und schenkt der Bausparkasse viel Geld…

Wie begründet die Bausparkasse die Kündigung?

Die Bausparkassen führen eine Vielzahl von unterschiedlichen Gründen an, warum sie meinen, die Kündigung der Bausparverträge sei möglich. Verbraucherschutzorganisationen, Anwälte und die überwiegende Anzahl von Gerichten hält diese Gründe aber für unzureichend.

Kann ich mich gegen eine Kündigung schützen?

Natürlich gibt es Gründe, die eine Bausparkasse zur Kündigung eines Bausparvertrags berechtigen. Das ist etwa dann der Fall, wenn Sie mit der Zahlung von Raten im Verzug sind oder sich sonst vertragswidrig verhalten.

Sie sollten also, wenn Sie zu den glücklichen Inhabern eines Vertrags mit Bonuszinsen gehören, tunlichst auf die pünktliche Zahlung der Beiträge achten und der Bausparkasse keinen Kündigungsgrund liefern.

Oft finden sich auch in den Vertragsbedingungen konkrete Bedingungen, unter denen der Vertrag gekündigt werden kann. Hier sollten Sie ggf. nachlesen um weitere Kündigungsgefahren zu identifizieren.

Vor welchen Tricks muss ich mich sonst noch in Acht nehmen?

Der Ausspruch einer – unwirksamen – Kündigung, ist nur ein Weg, den die Bausparkassen zu gehen versuchen, um unliebsame Kunden los zu werden. Außer diesem recht plumpen Vorgehen probieren einige Institute auch die etwas freundlichere Variante:

Ein tolles Alternativangebot

Wenn der Finanzberater Ihres Vertrauens also plötzlich mit einem Angebot vor der Tür steht, das die Auflösung bzw. „Umwandlung“ ihres alten Bausparvertrags beinhaltet, sollten bei Ihnen sämtliche Alarmglocken klingeln.

Übersendung eines Verrechnungsschecks

Auch schon passiert: Die Bausparkasse kündigen und warten ab, ob der Kündigung widersprochen wird. Kommt keine Reaktion, wird ein Verrechnungsscheck versandt. Wird dieser Scheck ohne Widerspruch einfach eingelöst, dürfte der gut verzinste Vertrag verloren sein. Die Einlösung des Schecks wird wohl meist als Einverständnis mit der Kündigung auszulegen sein.

Externe Informationen von neutralen Stellen:

Inzwischen haben sich zahlreiche Verbraucherschutzorganisationen und Journalisten mit den Kündigungen von Bausparkassen befasst. Wir haben für Sie einige Seiten / Artikel ausgewählt, die einen guten Überblick über das Thema geben.

Hier finden Sie umfangreiche Hintergrundinformationen und Einschätzungen dazu, wie sinnvoll es ist, sich gegen die Kündigung eines Bausparvertrages zu wehren:

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Genau so verbreitet wie Bausparverträge sind Lebensversicherungen. Auch hier haben sich viele Verträge als schlechte Geldanlage herausgestellt.

Durch Widerruf und Rückabwicklung des Versicherungsvertrages können Verträge aus der Zeit von 1994 bis 2007 nachträglich zu renditestarken Geldanlagen gemacht werden.

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Hier finden Sie die wichtigsten Informationen:

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